Saaletalbad Hammelburg

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Projekt Saaletalbad - Hallenbad

Auf ein modernes, attraktives Hallenbad, weiches das ganze Jahr über geöffnet ist, dürfen sich Schüler und Freunde des Schwimmens freuen. Rund 5,4 Millionen Euro wollen Stadt und Stadtwerke in die nötige Generalsanierung investieren. Der Abriss von wesentlichen Teilen des alten Bads ist für Frühjahr 2010 geplant, die Wiedereröffnung für Herbst ,2011. Nachdem Aufsichtsrat der Stadtwerke und Stadtrat grünes Licht gegeben haben, stellten Bürgermeister Ernst Stross und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kühnl jetzt das Projekt vor. 40 Jahre ist das, Hallenbad jetzt alt, und das zeigt sich nach den Worten von Bürgermeister Ernst Stross unter anderem in "massiven statischen und energetischen Problemen." Eine Generalsanierung sei unumgänglich, die Alternative wäre die Schließung gewesen. Als Mittelzentrum habe Hammelburg die Verpflichtung, auch für die Bürger des Umlandes bestimmte Einrichtungen vorzuhalten, betonte der Stadtchef. Die Besucher des Saaletalbades gingen oft auch zum Einkaufen in die Stadt und förderten so den heimischen Handel. In erster Linie sei das Bad aber erforderlich für das Schulschwimmen.

Hohe Auslastung

Hierzu erklärte Schwimmmeister Edgar Beck, dass die Schüler das Bad an fünf Vormittagen und zwei Nachmittagen unter der Woche zu 98 Prozent auslasten. Neben den Hammelburger Schulen, nutzen auch die Schulen aus Wartmannsroth, Oberthulba und Euerdorf sowie die Johannes-Petri-Volksschule das Bad für ihren Unterricht. Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kühnl betonte, das Bad werde für das Schulschwimmen gebaut. Die nächsten hierfür geeigneten Bäder seien in Bad Kissingen und Bad Brückenau. Die Schüler dorthin zu bringen, hätte einen erheblichen Aufwand zur Folge. Auch die Regierung von Unterfranken habe daher die Notwendigkeit der Generalsanierung bescheinigt und eine Förderung in Aussicht gestellt. Die genaue Höhe des Zuschusses sei noch unklar, aber "wir erwarten merklich mehr als die üblichen 57 Prozent der förderungsfähigen Kosten"; unterstrichen Kühnl und Stross. Grund: Die finanzielle Schwäche Hammelburgs.

Kein Spaßbad

Die Stadt muss das Geld für das reine Schulschwimmbad aufbringen, rund 4,2 Millionen Euro. Die Stadtwerke tragen die übrigen 1,2 Millionen Euro füt Planschbecken, Gastronomiebereich, Sauna und Dampfbad. Diese Einrichtungen hat der Bundesfachverband für öffentliche Schwimmbäder dringend empfohlen, um das Bad attraktiver machen. "Wir hoffen, dass diese Investitionen im wesentlichen durch höhere Umsätze refinanziert werden können", so der Stadtwerkechef. Vom alten Bad wird nur das Schwimmbecken und das Kellergeschoss erhalten, wo das Blockheizkraftwerk- steht, alles andere wird abgerissen. Die Detailplanung für das Bad steht aber noch aus, Änderungen sind möglich. Der nächste Schritt sind Gespräche mit Landratsamt, Regierung von Unterfranken und Schulamt sowie dem Behindertenbeauftragten und den Vereinen TV/DJK und Wasserwacht. Darauf folgen Bau- und Zuschussantrag. Wenn die Genehmigungen vorliegen, werden die Gewerke ausgeschrieben und die Aufträge vergeben.'Norbert Kühnl schätzt, dass die Bagger zum Abriss des alten Bades Ende April, Anfang Mai 2010 anrücken und die Wiedereröffnung im Herbst 2011 gefeiert werden kann. Mehrkosten sollen unter allen Umständen vermieden werden. Der Stadtrat hat festgelegt, dass die anvisierten 4,2 Millionen Euro nicht überschritten werden dürfen. "Es wird kein Spaßbad gebaut. Die Stadt zahlt keinen Schickschnack stellte Stross klar. Der Bürgermeister sieht das Mammutprojekt auch als Konjunkturprogramm, von dem Firmen der Region profitieren können. Norbert Kühnl nannte beispielhaft Sanitär- Elektro- Fliesen-, Fenster- und Schreinerarbeiten. Ernst Stross betonte mit Hinweis auf "KissSalis" und "Sinnflut", das Saaletalbad solle familienfreundlich mit moderaten Eintrittspreisen sein. Bei 2,50 Euro pro Erwachsenem werde es nicht bleiben, aber auch eine Verdoppelung werde es sicher nicht geben.

Energiekosten senken

Durch die Modernisierungsmaßnahmen wie effektive Wärmedämmung rechnet Norbert Kühnl mit einer erheblichen Reduzierung des Energieverbrauchs. Auch für Reinigung und Wartung müsse weniger ausgegeben werden, weil alle Einrichtungen auf dem neusten Stand seien. Er hofft auf ein Sinken des Betriebskostendefizits, was bisher bei rund 500 000 Euro pro Jahr lag. Neu wird auch die ganzjährige Öffnung des Bades sein. Das erforderliche Personal stehe ja zur Verfügung, unterstrich Bürgermeister Stross. "Wir erhoffen uns dadurch einen insgesamt höheren Zuspruch", erklärte Norbert Kühnl. Auf der Webseite des Saaletalbades unter www.saaletalbad.de soll kontinuierlich über das Fortschreiten der Sanierungsarbeiten berichtet werden. Auch Sonderaktionen sind vorgesehen und Tage, an denen die Baustelle besichtigt werden kann. Text: Markus Reeh von der Saaletal-Zeitung.

 

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